Von der Idee zum Prototyp: Beste Schülerprojekte beim FIT4BUSINESS@ SCHOOL Finale

Finale am 07.07.2026

Bei dem Projekt gründeten Studierende mit einem Startkapital von sieben Euro eigene Unternehmen. Innerhalb von sieben Wochen haben sie das Kapital maximiert.

Schülerinnen und Schüler präsentieren innovative Lösungen – Top-Ideen zu Gesundheit, Nachhaltigkeit und Alltagserleichterung ausgezeichnet

Am 7. Juli 2026 wurden beim Finale des FIT4BUSINESS@School-Wettbewerbs bei den TFBS Kufstein die besten Geschäftsideen von Jugendlichen prämiert. Sechs Teams mit insgesamt zwölf Finalistinnen und Finalisten stellten in kurzen Pitches ihre Innovationen vor. Die Jury vergab Preisgelder in Höhe von 300, 150, 100 Euro sowie Anerkennungen und hob die starke Umsetzbarkeit und den gesellschaftlichen Nutzen der Projekte hervor.

Der Wettbewerb fördert unternehmerisches Denken an Schulen und unterstützt Jugendliche dabei, aus Problemen überzeugende Lösungen und tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Beim großen Finale am 7. Juli 2026 präsentierten die Finalteams in 4–5‑minütigen Pitches ihre Ideen vor Jury, Publikum und Partnern. Bewertet wurden die Beiträge anhand klarer Kriterien: Problemverständnis und Präsentation (20 %), Innovationsgrad der Lösung und des Geschäftsmodells (20 %), Kundennutzen und Marktpotenzial (20 %), wirtschaftlicher und zusätzlicher Mehrwert – etwa ökologisch oder sozial (20 %) – sowie Umsetzbarkeit und Entwicklungspotenzial (20 %). Die Jury betonte die strukturierte Herangehensweise der Teams und die Verbindung von Kreativität mit praktischer Realisierbarkeit.

Preisträgerinnen und Preisträger 2026

  • Platz 1: Vernetzte Medikamentenbox mit 28 Fächern, automatischer Erinnerung, Sensorik und App unterstützt insbesondere ältere Menschen und chronisch Erkrankte bei der regelmäßigen Einnahme. Das Team „Timeds“ überzeugte durch klaren Kundennutzen, einfache Anwendung und Skalierbarkeit.
  • Platz 2: Aus gebrauchten Akkus von Vapes und E‑Rollern werden kostengünstige Heimspeicher für Photovoltaikanlagen entwickelt – eine nachhaltige Lösung zur besseren Nutzung erneuerbarer Energie im Haushalt.
  • Platz 3: Automaten an öffentlichen Standorten verleihen Regenschirme für unerwartete Regenschauer – ein serviceorientiertes Angebot für stark frequentierte Orte wie Bahnhöfe oder Campusse.
  • Anerkennungen / Platz 4:
    • Intelligenter Babysitz mit Sitzheizung, Sensorik, Ambientebeleuchtung und App – mehr Sicherheit und Komfort für Familien.
    • Intelligente Trinkflasche mit Bluetooth, Display und App zur Förderung eines gesunden Trinkverhaltens – besonders für sportlich aktive Zielgruppen.
    • Handyhüllen aus alten Sneakern – ein Upcycling‑Produkt, das Nachhaltigkeit und Personalisierung verbindet.

Die Jury 2026: Bettina Anker, BEd MA – TFBS Kufstein; Ing. Markus Weber, BEd – TFBS Kufstein; Mag. Julia Gollner‑Krainthaler, MM – TFBS Kufstein; Ing. Thomas Bertoncelj – TFBS Kufstein; Alina Laimgruber – Standortagentur Tirol; Dipl.-Kfm. Karin Steiner – Leitung Institut für Entrepreneurship & Innovation, FH Kufstein Tirol.

„Die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, wie aus alltäglichen Herausforderungen marktfähige Lösungen entstehen. Besonders beeindruckt hat uns der Fokus auf konkreten Kundennutzen und die Bereitschaft, Ideen in Prototypen und Services zu überführen“, sagt Dipl.-Kfm. Karin Steiner, Leiterin des Instituts für Entrepreneurship & Innovation an der FH Kufstein Tirol. „Solche Formate stärken unternehmerische Kompetenzen und fördern Innovation in der Region.“

FIT4BUSINESS@School richtet sich an Schülerinnen und Schüler und verfolgt das Ziel, eigenständig Geschäftsmodelle zu entwickeln – von der Problemdefinition über den Lösungsansatz bis zur Wertschöpfung. 2026 gingen sechs Ideen aus zwei Klassen ins Finale.

Ausblick und Angebote

Nach dem Finale stehen den Teams weitere Unterstützungs- und Vernetzungsangebote offen, etwa über join.ifte.at sowie praxisnahe Mikroförderungen, z. B. unter www.7euro.cash. Schulen und Partner können sich beteiligen, indem sie Schülerinnen und Schüler bei der weiteren Ausarbeitung begleiten und Kontakte zu regionalen Unternehmen herstellen.


Film und Dialog gegen Lebensmittelverschwendung

Rund 170 Schüler:innen, Studierende und Fachleute diskutierten im Funplexxx Kinocenter Kufstein über Lebensmittelverschwendung zwischen Ernte und Handel.

Der Film „ANDERS ESSEN – DAS EXPERIMENT“ und eine Podiumsdiskussion zeigten konkrete Lösungsansätze für Tirol auf.

Auf Initiative von „EU Youth Cinema: Green Deal“ kamen am 16. Dezember 2025 rund 170 Schüler:innen, Studierende und Fachleute im Funplexxx Kinocenter Kufstein zusammen. Das Institut für Entrepreneurship & Innovation der FH Kufstein Tirol und die HLW Kufstein organisierten die Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung rückte Lebensmittelverschwendung zwischen Ernte und Handel in den Mittelpunkt und band junge Menschen aktiv in den Austausch ein.

Film als Impuls für nachhaltiges Handeln

Der Film „ANDERS ESSEN – DAS EXPERIMENT“ beleuchtet den Umgang mit Lebensmitteln von der Ernte bis zum Handel. Er zeigt, an welchen Stellen Lebensmittel verloren gehen und wer zu einem bewussteren Umgang beitragen kann.

Die Filmvorführung bildete die Grundlage für die anschließende Diskussion. Dabei richteten die Teilnehmenden den Blick besonders auf die Situation in Tirol.

„Der Film bot einen anschaulichen Ausgangspunkt, um junge Menschen, Bildungseinrichtungen und regionale Fachleute miteinander ins Gespräch zu bringen. Als Mitorganisatorin war es mir wichtig, nicht nur Bewusstsein zu schaffen, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen“, sagt Claudia De Vincenzi, MSc, Mitarbeiterin am Institut für Entrepreneurship & Innovation der FH Kufstein Tirol.

HLW-Schülerinnen gestalten Podiumsdiskussion

Eine Diplomarbeitsgruppe der HLW Kufstein plante und organisierte die Podiumsdiskussion. Johanna, Bernadette, Emma und Katharina beschäftigen sich in ihrer Diplomarbeit mit Lebensmittelverschwendung zwischen Ernte und Handel in Tirol.

Die Schülerinnen entschieden sich für eine öffentliche Diskussionsveranstaltung als praktischen Teil ihrer Arbeit. Dadurch verbanden sie ihre theoretische Auseinandersetzung mit einem Austausch zwischen Bildung, Landwirtschaft und Wirtschaft.

An der Veranstaltung nahmen Schüler:innen der HLW Kufstein und der International School Kufstein teil. Auch Studierende aus dem Studiengang Leadership & Management der FH Kufstein Tirol beteiligten sich an der Diskussion.

Fachleute diskutieren konkrete Lösungen

Die Podiumsgäste sprachen über Ursachen von Lebensmittelverschwendung und mögliche Gegenmaßnahmen. Dabei brachten sie Erfahrungen aus Lebensmittelhandel, Landwirtschaft, Bildung und Unternehmertum ein.

Zu den Fachleuten zählten Herbert Stöfler, Einkaufsleiter für Obst und Gemüse für Tirol und Salzburg bei SPAR Österreich, sowie der Kufsteiner Gemüsebauer Michael Strillinger. Christine Lintner nahm als Bezirksbäuerin von Kufstein und Funktionärin beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Tirol an der Diskussion teil. Weitere Sichtweisen brachten Nicole Schreyer, Biologin und Lehrerin an der International School Kufstein, sowie Karin Steiner, Expertin für Entrepreneurship an der FH Kufstein Tirol, ein.

In der Diskussion standen drei Arten von Lösungsansätzen im Mittelpunkt. Initiativen können genießbare Lebensmittel kurzfristig retten, Überschüsse zu neuen Produkten verarbeiten oder Lebensmittelverschwendung durch bessere Planung, neue Vertriebswege und geeignete Logistik von Beginn an verhindern.

„Lebensmittelrettung ist ein wichtiger Einstieg und schafft Aufmerksamkeit. Langfristig braucht es jedoch auch Lösungen, die aus Überschüssen neue Produkte schaffen oder Lebensmittelverschwendung durch bessere Planung und Logistik verhindern. Besonders für Kufstein bieten Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Handel, Gastronomie und Bildung großes Potenzial“, sagt Karin Steiner, Expertin für Entrepreneurship an der FH Kufstein Tirol und Teilnehmerin der Podiumsdiskussion.

Europäische Unterstützung ermöglicht Filmvorführung

Die EU-Abgeordnete Sophia Kircher unterstützte die Veranstaltung mit einer Videobotschaft. Ihre Unterstützung ermöglichte die kostenlose Vorführung des Films in Kufstein.

Die Veranstaltung zeigte, wie Bildungsinstitutionen, Unternehmen, Landwirtschaft und europäische Initiativen gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen können. Der Film und die Diskussion schufen Bewusstsein und machten konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Region sichtbar.

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Leadership & Business Management
HLW Kufstein


NEXT GENERATION Award Wien

Von Tirol nach Wien: Drei Nachwuchsteams beim NEXT GENERATION Award

Ihr Auftritt bildete den erfolgreichen Abschluss eines Wettbewerbsjahres, das von 7€ Cash@School und Fit4Business@School bis zum Tiroler Landesfinale beim Fest der Ideen in Innsbruck führte.

Der Weg auf die nationale Bühne

Der Weg auf die nationale Bühne begann für die Teams bereits mehrere Monate zuvor. Über den Wettbewerb 7€ Cash@School qualifizierten sich LUMA von der TFBS Kufstein und System5 von der HAK/HAS Kitzbühel für das Bundesfinale. Begleitet wurden die Teams von ihren Lehrerinnen Julia Szuchowszky und Nicole Spögler.

LUMA (TFBS Kufstein)
Das Team fertigte individuell gestaltete Untersetzer sowie Designprodukte aus Schiefer und Holz. Besonderes Merkmal waren die eigens entwickelten, humorvollen Sprüche und Designs, die den Produkten eine persönliche und kreative Note verliehen.

System5 (HAK/HAS Kitzbühel)
Die Schüler entwickelten digitale Gadgets und individuell programmierte Maps für Online-Spiele. Der Vertrieb erfolgte über Gaming-Communities, wodurch eine zielgruppengenaue Vermarktung im digitalen Umfeld umgesetzt wurde.

Wie die Jugendlichen ihre Geschäftsideen umgesetzt, präsentiert und gemeinsam gefeiert haben, zeigt das Video zum Finale von 7€ Cash@School im Februar 2026:

Zum Video vom Finale 7€ Cash@School

KäferAI: Tiroler Landessieg mit KI-Lösung

Auch das Team KäferAI der TFBS Kufstein durchlief mehrere Wettbewerbsstufen. Die von Bettina Anker betreuten Schülerinnen überzeugten zunächst bei Fit4Business@School an der FH Kufstein Tirol und anschließend beim Tiroler Landesfinale des NEXT GENERATION Award in Innsbruck.

Mit ihrer KI-gestützten Lösung zur frühzeitigen Erkennung von Borkenkäferbefall setzte sich KäferAI beim Landesfinale gegen die weiteren Teams durch. Die Schülerinnen sicherten sich damit den Tiroler Landessieg und das Ticket für das Bundesfinale in Wien.

Dort trafen LUMA, System5 und KäferAI auf Nachwuchsunternehmer:innen aus ganz Österreich. Mit ihren Präsentationen zeigten die Tiroler Teams, wie junge Menschen aktuelle Herausforderungen aufgreifen, daraus konkrete Ideen entwickeln und diese zu tragfähigen Geschäftsmodellen weiterdenken.

Sparkassen Tirol als Partner

Unterstützt wurde das Wettbewerbsjahr von den Sparkassen Tirol. Sie engagieren sich für die Förderung von Unternehmergeist, Innovation und wirtschaftlicher Bildung und begleiteten die Initiative von der regionalen Ebene bis zum Bundesfinale. Stellvertretend für die Sparkassen Tirol unterstützte Diana Baldinger die Wettbewerbe und die teilnehmenden Teams.

Durchgängige Förderstruktur von der Idee bis zur Bundesebene

Die Organisation von 7€ Cash@School und Fit4Business@School lag bei Karin Steiner, Leiterin des Instituts für Entrepreneurship & Innovation der FH Kufstein Tirol. Claudia De Vincenzi koordinierte den NEXT GENERATION Award Tirol. Gemeinsam mit den betreuenden Lehrpersonen, den teilnehmenden Schulen, den Sparkassen Tirol und weiteren Netzwerkpartnern entstand eine durchgängige Förderstruktur: von der ersten Geschäftsidee über Coaching und Wettbewerbspräsentationen bis zum Auftritt auf Bundesebene.

Die Erfolge von LUMA, System5 und KäferAI machen sichtbar, was durch die Zusammenarbeit von Schule, Hochschule und Wirtschaft möglich wird. Jugendliche erhalten Raum, ihre Ideen zu erproben, Verantwortung zu übernehmen und ihre Lösungen vor einem professionellen Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig stärken die drei Teams Tirols Position als engagierte Region für Entrepreneurship Education.

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Auxilium pro Tirol


Kleine Unternehmer:innen ganz groß

Rund 60 Schüler:innen der Volksschule Kufstein-Sparchen wurden beim Changemaker-Markttag an der FH Kufstein Tirol zu kleinen Unternehmer:innen.

Was beim Changemaker-Markttag in der Volksschule beginnt, findet bei 7€ Cash@School seine Fortsetzung: Eigene Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und Unternehmertum praktisch erleben. Der Changemaker-Markttag der FH Kufstein Tirol zeigt eindrucksvoll, wie schon die Jüngsten lernen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und aktiv zu gestalten.

Changemaker-Markttag: Kleine Unternehmer:innen ganz groß

Am 10. Juni 2026 verwandelten sich rund 60 Schüler:innen der Volksschule Kufstein-Sparchen in kleine Unternehmer:innen. Mit selbst entwickelten Produkten, liebevoll gestalteten Marktständen und großer Begeisterung präsentierten sie in der Aula der FH Kufstein Tirol die Ergebnisse ihrer wochenlangen Arbeit.

Im Rahmen des Projekts arbeiteten die Kinder an eigenen Produkten – von der ersten Idee über die Gestaltung und Herstellung bis hin zur Präsentation und zum Verkauf. Beim Markttag boten sie diese eigenständig an und sammelten dabei erste praktische Erfahrungen mit wirtschaftlichem Denken, Teamarbeit und Verantwortung.

Entrepreneurship über Generationen

Die teilnehmenden Klassen der Volksschule Kufstein-Sparchen wurden von den Lehrerinnen Isabella Moser (3a), Sabrina Elazazy-Prodinger (3b) und Christina Sojer (3c) begleitet.

„Das Projekt zeigt, wie Kinder durch praktische Erfahrungen Selbstvertrauen entwickeln und erleben, dass ihre eigenen Ideen Wirkung entfalten können“, betont Claudia De Vincenzi vom Institut für Entrepreneurship & Innovation der FH Kufstein Tirol.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praxisnahen Einblicken. Die Sparkasse Kufstein vermittelte Grundlagen zu Geld- und Finanzthemen, im Makers Lab der FH Kufstein Tirol konnten die Kinder ihre kreativen und technischen Fähigkeiten erweitern. Ergänzt wurde das Programm durch eine Führung bei MPREIS Kufstein sowie die Unterstützung von TMEN Installationen.

Einen wichtigen Beitrag leisteten außerdem engagierte Studierende des Studiengangs Leadership & Business Management der FH Kufstein Tirol, die die Kinder ehrenamtlich bei Vorbereitung und Durchführung unterstützten.

Regionales Netzwerk für frühes Entrepreneurship

Der Changemaker-Markttag zeigt, wie wirtschaftliches Denken, Kreativität und Eigenverantwortung bereits in der Volksschule gefördert werden können. Die Kinder lernten, eigene Produkte zu entwickeln, Entscheidungen im Team zu treffen und Verantwortung für ihr Projekt zu übernehmen.

Die Veranstaltung entstand in enger Zusammenarbeit mit der IFTE (Initiative for Teaching Entrepreneurship), der Wirtschaftsuniversität Wien sowie zahlreichen regionalen Partner:innen und Unterstützer:innen und macht deutlich, wie wichtig praxisnahe Bildung und starke Netzwerke für die Förderung von Unternehmergeist sind.

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Fest der Ideen Innsbruck

Fest der Ideen in Innsbruck

Unternehmerisches Denken und Handeln sowie durch eigene Ideen Wert schaffen – das sind seit vielen Jahren die Leitprinzipien für viele Unterrichtsgegenstände, die in den Lehrplänen von der Primar- bis zur Sekundarstufe II verankert sind.

Stärkenfest in der Wirtschaftskammer Tirol

Am Vormittag tummelten sich knapp 70 Schulkinder aus der Primarstufe bzw. Sekundarstufe I beim „Stärkenfest“ im Festsaal der Wirtschaftskammer Tirol. Schüler:innen der VS Völs stellten beim „Markttag“ im Rahmen des „Changemaker Programms“ ihre selbst kreierten Produkte vor und bewiesen dabei großes Verkaufstalent. Begleitet wurden sie von Studierenden der SOWI Innsbruck, die als Buddys fungierten.

Bei der „Trau‘ die Challenge“ führten die Schüler:innen der Praxis-Mittelschulen der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) sowie der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Stams am Standort Zams unterschiedliche Projekte mit Fokus auf die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) durch und präsentierten ihre vielfältigen Ergebnisse.

Die anwesenden Ehrengäste, unter ihnen der Abteilungsleiter für die Pflichtschulen im Bildungsministerium, Marcus Hufnagl, sowie der Institutsleiter für Personal- und Organisationsentwicklung an der PHT, Stefan Greuter, zeigten sich mehr als beeindruckt vom Engagement der Kinder und Jugendlichen.

Next Generation Award

Im Anschluss fand auch heuer wieder ein länderübergreifendes Finale für die besten Teams aus Tirol und Vorarlberg anlässlich des „Next Generation Awards“ für die Sekundarstufe II statt. Die zehn Finalisten durften dabei ihre tollen und großteils auch sehr nachhaltigen Ideen vor einer Fachjury präsentieren. Getreu dem Motto „Die Welt ist voller Ideen“ arbeitete die NEXT GENERATION in den letzten Monaten an ihren Geschäftsmodellen und Businessplänen – und auch daran, die große Welt für sich zu entdecken.

„Es ist eine ganz besondere Freude, bei diesem Wettbewerb motivierte Jugendliche und engagierte Lehrpersonen zu erleben“, zeigte sich Bundeskoordinator Johannes Lindner vom Impulszentrum für Entrepreneurship-Education begeistert.

„Ohne die Unterstützung der vielen Netzwerkpartner, die sich als Business-Coaches und Jury-Mitglieder engagierten, wäre solch ein Wettbewerb nicht zu organisieren. Vielen Dank für die langjährige Unterstützung unserer Arbeit“, gewährt Mitorganisator Martin Wegscheider einen Einblick hinter die Kulissen.

Preisträger:innen aus Tirol

Kategorie „Idea Challenge“

Pet Connect (HTL Anichstraße)
Das Siegerteam programmierte eine Softwarelösung, die das Aussehen der Tiere zum Erkennungsmerkmal macht: Wer ein Tier findet, erstellt ein Foto und lädt es hoch. Ein KI-Modell analysiert biometrische Merkmale wie Fellmuster oder Gesichtsstrukturen und wandelt diese in einen digitalen Fingerabdruck um. So findet man seinen „Liebsten“ im Handumdrehen.

Hydro Pen (HTL Anichstraße)
Den zweiten Platz erreichte ebenfalls eine Schülergruppe der HTL Anichstraße mit einem innovativen Bewässerungssystem für Zimmerpflanzen.

LightMeUp (HTL Anichstraße)
Die Junior Company „LightMeUp“ präsentierte individuell gestaltbare 3D-gedruckte Lampenschirme, die modernes Design mit smarter Steuerung verbinden – die sogenannte „Cosylamp“.

Kategorie „Real Market Challenge“

KäferAI (Berufsschule für Mechatronik Kufstein)
Zwei Schülerinnen überzeugten mit „KäferAI“ die Jury. Sie entwickelten die Idee eines drohnenbasierten Früherkennungssystems zur Bekämpfung von Borkenkäferbefall.

Venture Spark (HTL Anichstraße)
Das Team entwickelte den „EasyPocket“, ein magnetisches, 7 mm dünnes Karten-Wallet aus dem 3D-Drucker, das direkt am Smartphone haftet und Platz für bis zu zwei Karten bietet.

Sonderkategorie „We grow together“

In der Sonderkategorie „We grow together“ erreichte GRNCycle die höchste Punkteanzahl für die nachhaltigste Geschäftsidee.

Sparkassen als Partner der jungen Ideen

Getreu dem Motto „#glaubandich – Wir tun es auch“ unterstützten die Sparkassen tirolweit Schüler:innen darin, ihre Träume zu verwirklichen.

„Als regional verankerte Banken ist es uns eine Freude, wenn junge Menschen vor Ort ihre Ideen Realität werden lassen. Die Resultate beim Landesfinale haben uns besonders überzeugt, weil jede Idee auf ihre Art und Weise einzigartig ist“, betont Diana Baldinger als Sponsorenvertreterin der Sparkassen.

Die Landessieger aus Tirol und Vorarlberg vertreten ihre Bundesländer beim Bundesfinale am 16. Juni in Wien.

Alles Gute und viel Erfolg bei der Umsetzung eurer Ideen!


7€ CASH@SCHOOL: SCHÜLER:INNEN MACHEN AUS 7€ FAST 8.000€

7€ CASH@SCHOOL: SCHÜLER:INNEN MACHEN AUS 7€ FAST 8.000€

Aus sieben Euro wurden 7.886,84 Euro: Beim 7€ Cash@School an der FH Kufstein Tirol präsentierten Tiroler Schüler:innen ihre Geschäftsideen – entwickelt in sieben Wochen echter Geschäftstätigkeit unter realen Marktbedingungen.

Anfang Februar wurde die FH Kufstein Tirol zum Marktplatz für unternehmerische Ideen: Schüler:innen aus ganz Tirol stellten beim 7€ Cash@School-Fest der Ideen ihre Projekte vor und zeigten, was mit Kreativität, Teamarbeit und einem Startkapital von nur sieben Euro möglich ist. Bereits im Herbst 2025 waren 36 Teams aus sechs Tiroler Schulen in das Projekt gestartet, um mit diesem Startkapital ein marktfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln und am Markt umzusetzen. Die tirolweite Umsetzung von 7€ Cash@School wird durch IFTE.at (Initiative for Teaching Entrepreneurship) sowie die Bundesstiftung Auxilium Pro Tirol als Hauptfinanzierer unterstützt. Im Mittelpunkt stand dabei von Beginn an ein klares Prinzip: echte Geschäfte statt Fundraising.

Von der ersten Idee über Prototypenbau, Preisfindung und Produktion bis hin zu Marketing und Verkauf arbeiteten die Jugendlichen eigenverantwortlich an ihren Projekten. Das Ergebnis: Ein gemeinsamer Gewinn von 7.886,84 Euro – erwirtschaftet durch reale Kunden, echte Verkäufe und unternehmerische Entscheidungen. Mindestens 80 Prozent ihres jeweiligen Gewinns spendeten die Jugendlichen nach Projektende an selbstgewählte karitative Projekte.

Premiere 2026: Die IdeenExpo

Erstmals wurde das Landesfinale als „Fest der Ideen“ mit zwei gleichwertigen Teilen gestaltet: einer offenen IdeenExpo und dem anschließenden PitchEvent.

Rund 30 Teams präsentierten ihre Projekte an Marktständen im Foyer der FH Kufstein Tirol. Die Schüler:innen zeigten Prototypen, Produkte und Konzepte, beantworteten Fragen und kamen mit anderen Schulen, Partner:innen und Gästen ins Gespräch.

Im Mittelpunkt der IdeenExpo stand der Austausch – nicht die Bewertung. Besucher:innen konnten ihre Favoriten markieren; der Publikumspreis wurde unabhängig von der Juryentscheidung vergeben.

PitchEvent vor Fachjury mit Unternehmenserfahrung

Für das PitchEvent qualifizierten sich zwölf Teams über schulinterne Vorauswahlrunden und wurden in Kufstein nochmals als Sieger ihrer Schulen gefeiert und ausgezeichnet. Die Präsentationen bewertete eine externe Fachjury aus Vertreter:innen von Hochschule, Wirtschaft und Förderinstitutionen.

Der Jury gehörten Diana Baldinger (Sparkasse Kufstein), Carina Berger (Innovationsraum Kufstein), Markus Ehrlenbach (FH Kufstein Tirol), Petra Jäger (einfacherleben, St. Johann/Tirol), Prof. Johannes Lindner (IFTE.at), Tobias Loinger (Wirtschaftskammer Tirol), Selina-Maria Schiller (FH Kufstein Tirol), Prof. (FH) DDr. Mario Situm (FH Kufstein Tirol) sowie Magdalena Wasilewski (Wirtschaftskammer Tirol) an.

Bewertet wurden die Geschäftsideen, die Marktbearbeitung, die operative Umsetzung im Team sowie der wirtschaftliche Erfolg und die daraus gewonnenen Learnings.

Ticket nach Wien und neue Sonderpreise

Neu seit 2026 ist das „Ticket nach Wien“ zum Bundesfinale des Next Generation Award, einem landesweiten und internationalen Ideenwettbewerb für Schüler:innen. Dieses sicherten sich:

LUMA von der TFBS Kufstein: Individuell gestaltete Untersetzer und Designprodukte aus Schiefer und Holz mit eigenen, humorvollen Sprüchen.
System5 von der HAK/HAS Kitzbühel: Digitale Gadgets und individuell programmierte Maps für Online-Spiele, vertrieben über Gaming-Communities.

Der Sonderpreis Nachhaltigkeit ging an Plant a Memory von der HLW Kufstein. Das Team produzierte handgeschöpfte Grußkarten mit eingearbeiteten Blumensamen, die nach dem Lesen eingepflanzt werden können.

Den erstmals vergebenen Sonderpreis Social Impact erhielt Warm ums Herz von der HAK/HAS Imst. Die Schülerinnen und Schüler nähten Wärmekissen mit Reisfüllung und organisierten Produktion, Materialbeschaffung und Verkauf eigenständig im Team.

Der Publikumspreis der IdeenExpo ging an Almduft Holzdesign von der HAK/HAS Kitzbühel. Das Team stellte Zirbenprodukte her und arbeitete dabei mit regionalen Tischlereibetrieben zusammen.

Der Preis für das beste Video wurde an die HLWoodies von der HLW Kufstein verliehen. Das Team fertigte handgearbeitete Holzfiguren und überzeugte zusätzlich mit einer professionellen Video-Dokumentation seines Projekts.

Unternehmertum sichtbar gemacht

„7€ Cash@School zeigt, wie früh unternehmerische Kompetenzen entstehen können, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und reale Markterfahrungen sammeln“, so Karin Steiner von der FH Kufstein Tirol.

Durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie IFTE.at und der Bundesstiftung Auxilium Pro Tirol konnte das Projekt zu einem tirolweiten Fest der Ideen weiterentwickelt werden. Perspektivisch soll 7€ Cash@School zu einer starken Initiative für Entrepreneurship Education in Tirol ausgebaut werden, um unternehmerisches Denken bereits in der Schule stärker zu verankern.

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